Werbung

»Einbruch in alle Lebensbereiche«

Beschwerdeführer Gössner sieht in Staatstrojaner totale Überwachung

Berlin. Mit Hilfe des Staatstrojaners kann die Polizei unbemerkt sämtliche laufenden Kommunikationsinhalte vor ihrer Verschlüsselung überwachen und letztlich auf das gesamte digitale und vernetzte Leben der Betroffenen zugreifen. Angesichts dieser digitalen Totalüberwachung sei an den verfassungsrechtlich gebotenen Schutz des Kernbereichs persönlicher Lebensgestaltung praktisch nicht mehr zu denken, schreibt Rolf Gössner, Kuratoriumsmitglied der Internationalen Liga für Menschenrechte (Berlin), in einem Gastbeitrag für »nd«.

Gössner ist einer einer von jenen, die mit dem Datenschutz- und Bürgerrechtsverein Digitalcourage eine Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe eingereicht haben. Am Montag hatten auch 13 FDP-Politiker eine Beschwerde gegen den Staatstrojaner am Bundesverfassungsgericht öffentlich gemacht. Bei diesem handelt es sich »um einen der schwersten staatlichen Grundrechtseingriffe« und einen »Einbruch in alle Lebensbereiche«, wie Gössner schreibt. nd Seite 2

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung