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Fans beenden Dialog mit Verbänden

DFB und DFL missachten angeblich ihre Zuschauer

Frankfurt am Main. Nach dem Ende des Burgfriedens zwischen den Fans und den Dachorganisationen des deutschen Fußballs droht eine neue Eskalation in den Stadien. Mit der Aufkündigung des Dialogs mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und der Deutschen Fußball Liga (DFL) sind die Anhänger im Kampf um in ihren Augen mit Füßen getretene Werte des Fußballs erneut auf Konfrontationskurs gegangen.

»Ihr werdet auch in dieser Saison von uns hören!«, kündigte der Zusammenschluss der Fanszenen in Deutschland am Dienstag an. Es habe sich der Eindruck manifestiert, »dass der Fußballsport noch weiter seiner sozialen und kulturellen Wurzeln beraubt werden soll, um ihn auf dem Altar der Profitgier von den Verbänden auszunehmen«, teilte das vor zwölf Monaten entstandene Bündnis der Fankurven mit. Von nun an werde der Protest noch engagierter als zuvor in die Stadien getragen.

Dabei hatten sich beide Seiten nach dem unruhigen Saisonauftakt 2017/18 - als Fanaufrufe wie »Krieg dem DFB« für Aufsehen sorgten - in den vergangenen Monaten in zwei Standpunktgesprächen vorsichtig angenähert. Doch der Schein trog. »Vielmehr verfestigte sich abermals der Eindruck, man wolle diesen Dialog nutzen, um mit einem medienwirksamen Gesprächsangebot und netten Worten Taten um jeden Preis vermeiden«, kritisierte der Fanzusammenschluss.

Zu den größten Ärgernissen der Fans gehört die Einführung von Montagsspielen in der 3. Liga. Die für sie unfreundlichen Anstoßzeiten hatten schon bei der Premiere in der Bundesliga in der Vorsaison für massive Proteste gesorgt. Auch in Sachen Sportgerichtsbarkeit habe sich keine Verbesserung eingestellt. Der DFB habe seine bisher »intransparenten Strafen in horrenden Höhen« lediglich in Formen gegossen und sein »willkürliches Ersatzstrafrecht in einem Strafenkatalog« manifestiert.

DFB und DFL wird insgesamt eine mangelnde Wertschätzung der Basis vorgeworfen. »Wir sind weiterhin bis in die Haarspitzen motiviert, uns für die Grundwerte des Fußballs und gegen eine weitere Entfremdung des Fußballs durch Korruption, Gutsherrenmachenschaften und Kommerzialisierung einzutreten«, heißt es »und wir wissen Zehntausende Unterstützer in den Kurven des Landes hinter uns.« dpa/nd

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