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4,4 Millionen arme Kinder in der BRD

Zahl ist nach neuen Berechnungen viel höher als bisher angenommen

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Berlin. Die Kinderarmut in Deutschland ist nach Berechnungen des Kinderschutzbundes (DKSB) deutlich höher als bisher angenommen. Etwa 4,4 Millionen Kinder seien hierzulande von Armut betroffen, rund 1,4 Millionen mehr als bisher in der Öffentlichkeit bekannt, teilte der Verband am Mittwoch mit. Er forderte die Bundesregierung auf, mit konkreten Maßnahmen und Reformen gegen Kinderarmut vorzugehen.

Für drei Millionen Kinder zahlt der Staat Sozialleistungen, damit ihr Existenzminimum gesichert ist, so der Kinderschutzbund. Würden auch Familien hinzugezählt, die ihren Anspruch auf Hartz IV, Kinderzuschlag oder Wohngeld nicht wahrnehmen, sei die Zahl der in Armut lebenden Kinder höher. »Viele Familien beantragen Leistungen nicht, die ihnen aufgrund ihres geringen oder fehlenden Einkommens eigentlich zustehen«, erklärte der Verband. Die aufstockenden Hartz-IV-Leistungen nehmen geschätzt nur etwa 50 Prozent der tatsächlich Berechtigten in Anspruch. AFP/nd Kommentar Seite 4

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