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Kein Licht ohne Schatten

Stets zu zweit, immer im Widerstreit und oft trügerisch

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Licht und Schatten sind offenbar das allererste Duo des Weltenseins. Als die Finsternis vorbei war, so bringt es zumindest die Genesis auf einen naiven wie fasslichen Punkt, »ward Licht«. Doch mit diesem muss, was in der Genesis ausgespart bleibt, auch Schatten gewesen sein.

Bei allem Dualismus bilden Licht und Schatten ebenso die Urform allen Widerspruchs. So sagt man zwar, dass, wo Licht, immer auch Schatten ist, doch das zielt nur auf ihre Gemeinsamkeit. Eigentlich schließen sie sich aus: Es kann, wo Licht wirklich ist, kein Schatten sein.

Über die Quantität von Licht und Schatten - ob es auf Erden von einem mehr als vom anderen gibt - ließe sich trefflich streiten. Was unsere qualitative Wahrnehmung angeht, scheint das Ergebnis klar zu sein: Das Licht kommt da viel besser weg als der Schatten. Wird mit Ersterem doch gern Hehres assoziiert wie Erkenntnis, Freiheit oder Zukunft, wird der Zweite eher zur Etikettierung von Zwielichtigem herangezogen, etwa bei Schattendasein, -mächte oder -wirtschaft.

Doch solche Wertung verkennt die Realität. Kein Licht ohne Schatten, kein Schatten ohne Licht. Und trügerisch sind beide - auch bei dieser so unverfänglich daher kommenden Frage:

Die Sonne ist gerade im Untergehen und hat noch einen Winkel von 10 Grad überm Horizont. Ein im Gelände frei stehender Mast, fünf Meter hoch und zehn Zentimeter im Durchmesser, wirft einen langen Schatten auf den Erdboden. - Wie lang genau ist dieser Schatten, und wie lang würde er sein, wenn die Höhe der Säule bei gleichem Durchmesser zehn Meter beträgt? Mike Mlynar

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