Werbung

Zu viel versprochen

Stefan Otto meint, das Gute-Kita-Gesetz wird seine Wirkung verfehlen

  • Von Stefan Otto
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Kita-Betreuung: Zu viel versprochen

Es ist beunruhigend, wie wenig Neues die Bertelsmann-Studie zum Stand der Kinderbetreuung liefert. Die Probleme in den Einrichtungen bleiben. Annähernd nirgendwo ist die Betreuung so, wie sie Erziehungswissenschaftler für notwendig halten. Fast überall sind die Gruppen zu groß.

Ein Blick auf die Familienpolitik der Bundesregierung gibt Aufschluss, woran es hapert. Zwar wäre ein Investitionsbedarf von mehr als 8 Milliarden Euro jährlich notwendig, um mehr Kita-Plätze zu schaffen und zugleich die Qualität in den Einrichtungen anzuheben. Das geplante Gute-Kita-Gesetz stellt aber lediglich 5,5 Milliarden Euro für diese Legislaturperiode zur Verfügung. Das Gesetz ist außerdem so gefasst, dass Länder nicht nur für einen besseren Personalschlüssel oder den Ausbau von Einrichtungen Gelder erhalten, sondern auch für die Einführung einer Beitragsfreiheit. Angesichts der knappen Mittel ist zu befürchten, dass dies zulasten der Qualität in den Einrichtungen geht.

Dabei gibt es durchaus finanzielle Spielräume. Schließlich ist der Überschuss der öffentlichen Haushalte größer als gedacht. Nun aber über steuerliche Erleichterungen zu diskutieren, wie Politiker von Union und FDP es tun, ist angesichts der Defizite, die es alleine im Bereich der Kinderbetreuung gibt, der falsche Weg.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen

Münzenbergforum
Münzenbergforum