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Beharrlich

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Beharrlichkeit ist eine Tugend, die Michelle Bachelet auszeichnet. »Weil ich ein Opfer des Hasses war, habe ich ein Leben lang versucht, diesen Hass in Verständnis zu verwandeln, in Toleranz und, ja, Liebe.« Diese Worte fand sie einst, als sie 2006 erstmals als künftige Präsidentin Chiles feststand. Sie hat Folter am eigenen Leib erfahren und weiß, wie es sich anfühlt, in einer Unrechtsherrschaft zu leben. Seit ihrer Erfahrung während der Militärdiktatur in ihrer Heimat Chile (1973-1990) in jungen Jahren setzt sie sich für Menschenrechte ein.

Das Amt der Präsident bekleidete sie von 2006 bis 2010 und nach einer verfassungsmäßig verordneten Pause nochmals von 2014 bis 2018. Mehr als zwei Mal erlaubt die Verfassung nicht, aber für den politischen Ruhestand fühlt sich die 66-Jährige zu jung.

Beharrlichkeit wird ihr bei ihrem neuen Job zugute kommen. Am 1. September wird die sozialistische Politikerin UN-Menschenrechtskommissarin und damit oberste Kämpferin gegen Unterdrückung und Willkür bei den Vereinten Nationen. Sie löst den jordanischen Prinzen Seid Ra’ad Al-Hussein ab, der nach vier Jahren aus dem Amt scheidet.

Die UNO hatte Bachelet schon einmal gerufen und sie war gekommen. Nach ihrer ersten Präsidentschaft wurde sie an die Spitze einer neuen UNO-Organisation gerufen: UN Women, in der vier bisher getrennte Frauenprogramme zusammengefasst wurden und die mit Bachelet an der Spitze zu Jahresbeginn 2011 ihre Arbeit aufnahm. Ihre Arbeit dort wurde geschätzt, sie ging 2013 aus freien Stücken, um in den Wahlkampf zu ziehen, der ihrer zweiten Präsidentschaft vorausging.

Geschätzt wird Bachelet auch nach wie vor in Chile, wobei ihre Bilanz in beiden Amtszeiten durchwachsen war und sie einige Versprechen wie Bildungs- und Rentenreformen, nicht zur Zufriedenheit der Bevölkerung umzusetzen vermochte. Auf der Habenseite konnte sie die Demokratisierung des Wahlrechts, eine Liberalisierung des Abtreibungsrechts sowie die Einführung der eingetragenen Partnerschaft für homosexuelle Paare verbuchen.

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