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  • Nach dem Hass in Chemnitz

Tausende demonstrieren in Berlin gegen Rassismus

Auch für den Freitag sind in Berlin unter dem Titel »Sachsen: Stopp den Mob« weitere Aktionen geplant

  • Lesedauer: 2 Min.

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Kein Bock auf Rechtsradikalismus und Menschenfeindlichkeit.
Kein Bock auf Rechtsradikalismus und Menschenfeindlichkeit.

Berlin. Am Donnerstagabend waren in Berlin mindestens 5.000 Menschen gegen Rassismus und Rechtsextremismus auf die Straße gegangen. Unter dem Titel »Ob Chemnitz oder Neukölln: Auf die Straße gegen rechte Gewalt« zogen die Demonstrierenden vom Hermannplatz am Rathaus Neukölln vorbei zur Sonnenallee. Zu der Veranstaltung hatten unter anderem die Partei Die LINKE, deren Jugendverband solid und das Aktionsbündnis NOBÄRGIDA aufgerufen.

Die Landessprecherin der linksjugend solid Berlin, Sophie Brandstätter, sprach auf Twitter von 10.000 Teilnehmer*innen. Bei der Anmeldung der kurzfristigen Demo hatten die Veranstalter*innen mit etwa 100 Teilnehmenden gerechnet. Die Linksjugend Solid Berlin bilanzierte am Abend auf Twitter: »Die Mehrheit ist bunt! Gemeinsam gegen rechte Hetze, ob in Chemnitz oder Neukölln!«

Ob Chemnitz oder Neukölln: Auf die Straße gegen rechte Gewalt.

Auch für den Freitag sind in Berlin weitere Veranstaltungen geplant. Unter dem Motto »Sachsen: Stopp den Mob« ist am Freitagnachmittag eine Mahnwache mit Kundgebung vor der Sächsischen Landesvertretung in Bundeshauptstadt geplant. Die Veranstaltung in der Brüderstraße in Mitte sei von einer Privatperson angemeldet worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. In der Zeit von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr erwartet die Polizei rund 500 Demonstranten. »Wir fordern die sächsische Landesregierung auf, gegen Rechtsradikalismus, Rassismus und Fremdenhass mit aller Entschiedenheit vorzugehen«, teilten die Organisatoren auf Facebook mit.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin und amtierende Bundesratspräsident Michael Müller (SPD) rief am Freitag zu einem Aufstand gegen rechts auf. »Wir lassen uns unsere Demokratie und unseren Rechtsstaat nicht kaputt machen«, erklärte Müller in Berlin. Es dürfe nicht zugelassen werden, »dass eine kleine Minderheit das zerstört, was wir uns gemeinsam in Jahrzehnten aufgebaut haben«, nämlich »eine liberale, weltoffene und auch deshalb erfolgreiche Gesellschaft«.

In Chemnitz war in der Nacht zum Sonntag am Rande des Stadtfestes ein Deutscher erstochen worden. Zwei mutmaßliche Täter, ein 22-jähriger Iraker und ein 23-jähriger Syrer, sitzen in Untersuchungshaft. Daraufhin kam es zu Ausschreitungen von Rechtsextremen, unter anderem wurden ausländisch aussehende Menschen attackiert. Agenturen/nd

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