Werbung

Eine Chance

Uwe Kalbe über die nun gestartete linke Sammlungsbewegung

  • Von Uwe Kalbe
  • Lesedauer: 2 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Promintente Unterstützer von Aufstehen: Sahra Wagenknecht (LINKE) (r-l), Ludger Volmer (Bündnis 90/Die Grünen), Simone Lange (SPD), der Autor Bernd Stegemann und Hans Albers.
Promintente Unterstützer von Aufstehen: Sahra Wagenknecht (LINKE) (r-l), Ludger Volmer (Bündnis 90/Die Grünen), Simone Lange (SPD), der Autor Bernd Stegemann und Hans Albers.

Die Sammlungsbewegung schien bisher ein Projekt von und für Intellektuelle und Politstrategen zu sein. Die veröffentlichte Meinung suchte und fand das Haar in der Suppe, meist mit einem Hang zur Spaltung, die man den Initiatoren unterstellte. Die Spaltung der real existierenden Parteien links der Mitte, denn nur um sie geht es naturgemäß, steht eher nicht bevor. Dass sie womöglich nicht bleiben können, wie sie sind, ist aber zu hoffen. Ihre Protagonisten jedenfalls bemühen sich bereits seit Monaten um Hexenaustreibung und scheuen sich nicht, besonders Sahra Wagenknecht niedere Motive zu unterstellen.

Wie auch die Motivlage bei den einzelnen Initiatoren sei – die Suche nach bequemer Aufmerksamkeit ist den Sammlungsbewegten nicht vorzuwerfen. Allein die Idee, es könne einen dritten Weg geben neben dem Kampf um die linke Deutungshoheit und einer rot-rot-grünen Liaison um jeden Preis – schon dieser Gedanke zeugt von Kreativität und verdient Respekt statt Hochmut.

Exklusive Umfrage: So ticken Wagenknecht-Anhänger
Linke und auch CDU-Wähler »mögen« die heftig gelobte und heftig kritisierte Politikerin

Tatsächlich aber gibt es Grund, Macht und Pfründe infrage zu stellen. Auch an Parteispitzen. Dort, wo man seinen Frieden mit den Verhältnissen längst gemacht hat, tut Erneuerung not. Der Widerwille in der Linkspartei, wo man sich bestätigt sehen könnte, wirkt daher irritierend. Erneuerung soll zu Kräfteverschiebung in den Parteien führen und zu neuen Übereinstimmungen zwischen den Parteien. Wenn freilich die Sammlung nicht neu polarisierte, in den Parteien wie außerhalb, wenn nur eine neue Versammlung herauskäme, wäre sie gescheitert.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen