Werbung

USA behindern Verhandlungen zu Klimaschutz

Konferenz in Bangkok und Proteste in vielen Ländern

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Bangkok. Kurz vor Abschluss der UN-Klimakonferenz in Bangkok haben Teilnehmer und Aktivisten den USA eine massive Behinderung der Verhandlungen vorgeworfen. Obwohl sie sich 2020 aus dem Pariser Klimaabkommen zurückziehen wollten, arbeiteten die USA aktiv gegen die Interessen vor allem der Entwicklungsländer, hieß es am Samstag.

In Bangkok endeten am Sonntag die letzten Verhandlungen vor dem UN-Klimagipfel im Dezember im polnischen Katowice. »Die USA sind nicht mehr im Spiel, aber sie wollen noch immer die Regeln aufstellen«, hieß es aus Verhandlungskreisen zu der entscheidenden Frage, wie die Mittel im Kampf gegen den weltweiten Klimawandel verteilt würden. Die US-Delegation »vergifte« die Verhandlungen. Ein Vertreter der Aktivistengruppe ActionAid, Harjeet Singh, warf auch unter anderem der EU vor, das Gebaren der USA zu tolerieren und so die Interessen der Entwicklungsländer nicht zu unterstützen.

Unterdessen riefen 700 französische Wissenschaftler die Regierungen in aller Welt zu schnellen Maßnahmen zur Eindämmung der Erderwärmung auf. Die Herausforderungen des Klimawandels könnten nur durch »sofortige Veränderungen« und Verpflichtungen »im Rahmen klarer und ehrgeiziger Ziele« bis zum Jahr 2030 bewältigt werden, heißt es in einem Appell, der am Samstag auf der Titelseite der Zeitung »Libération« veröffentlicht wurde. Der Klimawandel sei im vollen Gange und immer stärker spürbar, etwa durch den Anstieg des Meeresspiegels, hoben die Wissenschaftler hervor, zu denen außer Umweltexperten und Physiker auch Ökonomen gehören. »Reden reichen nicht aus, wie die jüngsten Zahlen der Treibhausgasemissionen zeigen«, kritisieren sie. Es sei »ebenso entscheidend wie dringlich, aus dem Feld der Beschwörungen herauszukommen und diese Reden im Dienste einer tiefgreifenden Gesellschaftstransformation konkret in starke und klare politische Entscheidungen umzusetzen«.

Weltweit fanden am Samstag Demonstrationen und andere Protestaktionen für einen entschlosseneren Klimaschutz statt. Unter dem Motto »Aufstehen für das Klima« demonstrierten Zehntausende Menschen in Australien, Thailand, Philippinen, Indien, Frankreich, Deutschland und den USA. AFP/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen