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Mosekunds Montag

  • Von Wolfgang Hübner
  • Lesedauer: 1 Min.

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Herr Mosekund war von einem Freund eingeladen worden, der sich einen Experimentierkasten gekauft hatte. Als Herr Mosekund eintraf, hatte der Freund in der Küche schon eine Versuchsanordnung aufgebaut - gläserne Kolben und Röhren, Wärmeplatten, Reagenzgläser, Schalen und Bunsenbrenner sowie Fläschchen voller rätselhafter Tinkturen und Granulate. Herr Mosekund und der Freund legten Schutzbekleidung an und begannen nach Anleitung zu experimentieren. Zunächst verlief alles zufriedenstellend; es blubberte, zischte und hier und da stieg interessant gefärbter Rauch auf. Doch dann zersprang ein Glaszylinder, die darin befindliche Flüssigkeit fraß ein Loch in den Küchentisch, woraufhin eine Apparatur ihre Standfestigkeit verlor und im Umkippen eine Flasche mitriss, deren Inhalt in die Bunsenbrennerflamme geriet, was eine Stichflamme zur Folge hatte, die Herr Mosekund nur noch mit einem bereit stehenden Feuerlöscher ersticken konnte. Entnervt nahm er die Schutzbrille ab, zog Kittel und Handschuhe aus und verabschiedete sich. »Aber wieso denn, es hat doch gerade angefangen Spaß zu machen«, rief der Freund enttäuscht. »Mir genügt es fürs Erste«, antwortete Herr Mosekund, »ich glaube, hier stimmt die Chemie nicht.«

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