Essen bis zum Exzess

Wie es zur Nahrungsaufnahme ohne Kontrolle und Tagesstruktur kommt, erklärt der Psychiater Ulrich Voderholzer

  • Von Angela Stoll
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.
Für Schafe ist es normal, den ganzen Tag zu grasen. Wenn Menschen ohne Mahlzeitenstruktur ständig essen, wird es gefährlich.

Ein bisschen Schokolade gegen den Frust - und auf einmal ist die ganze Tafel weg. Solche Anwandlungen hat fast jeder mal. Geht das schon in Richtung der Essstörung Binge Eating?

Nein. Eine Binge-Eating-Störung liegt erst dann vor, wenn man immer wieder Essattacken erlebt, die außer Kontrolle geraten. Für die Betroffenen wird Essen regelmäßig zum Mittel, um negative Gefühle oder Stress zu bewältigen, weil es kurzfristig das Belohnungssystem im Gehirn stimuliert. Internationale Diagnosekriterien besagen: Wer mindestens einmal pro Woche über mindestens drei Monate hinweg eine Essattacke erlebt, leidet an einer Binge-Eating-Störung.

Wie kommt es zu diesem Kontrollverlust?

Das lässt sich nicht so einfach beantworten. Man könnte sagen, dass die Betroffenen keine alternativen Strategien erlernt haben, um negative Gefühle zu bewältigen. Vielleicht wurden sie in ihrem Verhalten durch Erziehung bestärkt - zum Beispiel, indem sie i...

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Das Blättchen Heft 20/18