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UN: 2018 eine Million Syrer Vertrieben

UN-Generalsekretär warnt vor »Blutbad« in Idlib

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Genf. Mehr als eine Million Menschen mussten laut UN-Ermittlern von Mitte Januar bis Mitte Juli vor Gewalt und Militärangriffen innerhalb Syriens fliehen. Niemals zuvor in dem seit siebeneinhalb Jahren tobenden Syrien-Konflikt habe es Vertreibungen in diesem Ausmaß gegeben, warnte die UN-Untersuchungskommission zu dem arabischen Land am Mittwoch in Genf.

Die drohende Großoffensive des Assad-Regimes auf das nordwestliche Rebellen-Gebiet Idlib könnte die Zahl der Binnenflüchtlinge noch weiter erhöhen, warnte der Vorsitzende der Kommission, Paulo Sérgio Pinheiro. In Idlib, der letzten großen von Aufständischen gehaltenen Region, halten sich laut den UN bis zu drei Millionen Zivilisten auf. Ein »Massaker« müsse verhindert werden, verlangte Pinheiro.

Der Pinheiro-Report beleuchtet sechs Schlachten im syrischen Bürgerkrieg, die zu der massiven Vertreibung im ersten Halbjahr führten. Zumeist konnten sich die Truppen von Machthaber Baschar al-Assad und seine Verbündeten durchsetzen. Die UN-Ermittler betonten, dass in fast allen untersuchten Kämpfen Kriegsverbrechen verübt worden seien. So hätten Truppen, die für das Assad-Regime kämpfen, Chemiewaffen eingesetzt und zivile Ziele beschossen.

Nach UN-Zahlen befinden sich innerhalb Syriens mehr als 6,5 Millionen Menschen auf der Flucht, außerhalb des Landes suchen mehr als 5,5 Millionen Syrer Schutz. Die Kommission arbeitet im Auftrag des UN-Menschenrechtsrates.

Unterdessen warnte auch UN-Generalsekretär Antonio Guterres angesichts der Vorbereitungen der syrischen Regierungstruppen für eine Großoffensive auf Idlib. Es müsse verhindert werden, dass die Region »in ein Blutbad verwandelt wird«, sagte Guterres am Dienstag in New York. Ein Großangriff würde einen »humanitären Albtraum« zur Folge haben. Guterres rief die Türkei, Russland und den Iran auf, die Suche nach einem Weg zum Schutz der Zivilisten in Idlib fortzusetzen. Agenturen/nd

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