Werbung

Tausende protestieren in Essen gegen rechte Hetze

Bündnis »Essen stellt sich quer« solidarisiert sich mit der Zivilgesellschaft in Chemnitz

  • Lesedauer: 2 Min.

Essen. An einer Anti-Rechts-Demonstration haben sich am Donnerstagabend in Essen mehrere Tausend Menschen beteiligt. Unter dem Motto »#wirsindmehr - Aufstehen gegen rechte Hetze« zogen die Teilnehmer durch die Innenstadt. Die Demo verlaufe »total entspannt«, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei schätzte die Teilnehmerzahl auf mehrere Tausend. Der Veranstalter, das Bündnis »Essen stellt sich quer«, sprach von »mindestens 5000«. Mit Transparenten wie »Wir sind bunt« oder »Rassismus hat viele Gesichter, aber alle sind hässlich«, zogen die Demonstranten vom Hauptbahnhof aus durch die Innenstadt.

Anlass waren die rechtsradikalen Aufmärsche in Chemnitz Ende August. »Gemeinsam stehen wir für Weltoffenheit, Demokratie, Humanismus und Toleranz. Wir überlassen die Straße nicht den Rechten«, hieß es im Demonstrationsaufruf. Am Abend gab es laut WDR am Essener Hauptbahnhof ein Konzert. Zuvor hätten Redner die Vorfälle in Chemnitz verurteilt.

Die Demo wurde unter anderem von den Kirchen, der Arbeiterwohlfahrt und dem Deutschen Gewerkschaftsbund unterstützt. Vor Beginn hatten die Kirchen zu einem ökumenischen Friedensgebet eingeladen.

An einer Gegenveranstaltung, einer »Mahnwache für Daniel H.«, beteiligten sich nach Polizeiangaben lediglich sieben Personen. Der 35 Jahre alte Daniel H. war in der Nacht zum 26. August am Rande des Chemnitzer Stadtfestes erstochen worden. Tatverdächtig sind ein Syrer und zwei Iraker. Neonazis und verschiedene rechtsradikale Gruppen hatten dies zum Anlass für mehrere, gewalttätige Aufmärsche genommen. Agenturen/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln