Dollar-Aufwertung wird für Schwellenländer richtig teuer

Indien, Argentinien, Türkei, Südafrika, Russland - überall gibt es Probleme mit höheren Preisen und steigenden Schulden

  • Von Hermannus Pfeiffer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

In vielen Orten Indiens demonstrierten vergangene Woche Tausende gegen steigende Benzinpreise. Der Grund für die Teuerung, die Kleingewerbetreibende und Bauern in ihrer Existenz bedroht, ist der fallende Wechselkurs der indischen Währung. »Die Rupie war in den 70 Jahren unserer Unabhängigkeit niemals schwächer«, klagt Oppositionsführer Rahul Gandhi, Chef der Kongresspartei. »Bauern und Arbeiter sehen kein Licht am Ende des Tunnels. Nur 15 bis 20 Großunternehmen prosperieren.« Die Wechselkursschwäche macht Exporte der indischen Industrie billiger - Importe aber teurer. Das trifft zunächst Erdölprodukte, die für Dollar auf dem Weltmarkt eingekauft werden.

Fallende Wechselkurse sind in mehreren Schwellen- und Entwicklungsländern ein akutes Problem. So leidet in der Türkei der wichtige Schiffbau, denn Komponenten wie Motoren und Elektronik werden vor allem in Deutschland eingekauft und sind wesentlich teurer als vor der Lira-Krise. In...


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