Werbung

Milliardär will den Mond umrunden

Japaner Maezawa stellt Pläne für das Jahr 2023 vor

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Hawthorne. Der japanische Milliardär Yusaku Maezawa (42) soll als erster Weltraumtourist den Mond umrunden. »Endlich kann ich euch sagen, dass ich ausgewählt wurde, zum Mond zu fliegen«, sagte Maezawa bei der Ankündigung seiner Reise am Montagabend (Ortszeit) im Hauptquartier des Raumfahrtunternehmens SpaceX in der Nähe von Los Angeles. »Das ist mein Lebenstraum. Seit ich ein Kind bin, liebe ich den Mond.«

Der Flug mit dem Raumschiff »Big Falcon Rocket« werde ungefähr eine Woche dauern und solle - »wenn alles gut geht« - im Jahr 2023 stattfinden, sagte SpaceX-Chef Elon Musk bei der Veranstaltung. Das Raumschiff, das zunächst ausgiebig getestet werden soll, werde um den Mond fliegen und sich ihm dabei auf etwa 200 Kilometer nähern, so Musk. Die Entwicklung des rund 118 Meter hohen Raumschiffs werde etwa fünf Milliarden Dollar (4,3 Milliarden Euro) kosten.

Wie der mit 47 Jahren nur wenig ältere Musk ist auch Maezawa nicht nur Träumer, sondern auch Geschäftsmann. Begonnen hatte er 1998 mit dem Versand von CDs. Inzwischen macht er sein Geld vor allem mit dem Verkauf von Kleidung im Internet über die 2004 gegründete Webseite Zozotown.

Alleine fliegen will Maezawa aber nicht. Er werde sechs bis acht Künstler aus aller Welt mitnehmen, die nichts bezahlen müssten. An welche Künstler er denke, verriet er zunächst nicht. Die Reise solle ihre Kunst inspirieren. Wenn Künstler wie Pablo Picasso, John Lennon, Michael Jackson und Coco Chanel zum Mond geflogen wären und ihn aus der Nähe gesehen hätten, dann würde die Welt heute vielleicht anders aussehen, schrieb Maezawa später bei Instagram.

»Er ist der mutigste Mensch, derjenige, der es am meisten will und der größte Abenteurer«, sagte Musk über Maezawa. Der Japaner bezahle »sehr viel Geld« für die Reise, einen genauen Betrag wollten aber weder Musk noch Maezawa verraten. SpaceX hatte bereits 2017 angekündigt, Menschen auf Reisen um den Mond schicken zu wollen. Damals war von zwei Kandidaten die Rede, die bereits eine »bedeutende Anzahlung« geleistet hätten.

Der bislang letzte bemannte Raumflug zum Mond oder in seine Nähe war 1972 die »Apollo 17«-Mission der US-Raumfahrtbehörde NASA. Mehrere Unternehmen haben bereits Touristen ins Weltall gebracht - eine Mondumrundung aber wurde mit Raumfahrt-Laien bisher nicht vorgenommen.

Die USA planen einen bemannten Flug auf den Mond für das Jahr 2021. Auch Russland möchte Astronauten zum Mond bringen - touristische Mondumrundungen könnten bei der Finanzierung seines kostspieligen Mondprogramms helfen. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen