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Nach dem Sturz

Ein Mensch ist im Hambacher Forst gestorben. Sebastian Weiermann über die Frage, wie es im Hambacher Forst nach dem Tod eines Menschens weitergehen kann.

  • Von Sebastian Weiermann
  • Lesedauer: 2 Min.

Ein Mensch ist gestorben im Hambacher Forst. Kein Aktivist, kein Polizist, kein Mitarbeiter von RWE, sondern ein junger Fotojournalist. Nach dem Innehalten stellt sich nun auch die Frage, wie weiter? Trauer, Wut, das Gefühl ein Ereignis noch nicht verstanden zu haben. Es sind ähnliche Worte, die viele Menschen wählen, die den Hambacher Forst als Aktivisten oder als Journalisten begleiten. Dass es in diesem Herbst gefährlich werden könnte, das war jedem klar, der sich mit dem Konflikt um den Wald befasst. Aber ein Toter? Damit hatte niemand gerechnet.

Im Moment herrscht im Wald Ruhe, die Räumung ist ausgesetzt. Für diese Entscheidung verdient der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) Respekt. Weniger Respekt verdient Reul für seinen Appell, alle sollten den Wald und die Baumhäuser verlassen, weil es dort gefährlich sei. Die Gefahr ist mit der Polizei in den Wald gekommen. Reul und Kollegen verstehen nicht, dass es den »Hambi«-Besetzern und ihren Freunden um mehr als um ein paar Bäume geht. Für manche Menschen steht dort eine Lebensweise auf dem Spiel. Reul und der Energieriese RWE wären gut beraten, den Wald jetzt nach dem Todesfall in Frieden zu lassen. Kapitalinteressen und Ordnungsrecht sollten nicht noch weitere Menschenleben gefährden.

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