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Goldstaub aus Brandenburg

Weinbau hatte in der Mark eine lange Tradition - nun lebt sie wieder auf

  • Von Heidi Diehl
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Wenn es stimmt, dass gekrönte Häupter eine besonders feine Zunge haben, dann dürfte der Brandenburger Wein nie so schlecht gewesen sein, wie ihn Studenten der Frankfurter Viadrina im 16. Jahrhundert verspotteten. »Märkischer Erde Weinerträge, geht durch die Kehle wie eine Säge«, sangen sie. Der große Kurfürst indes liebte den »Nordwein«, und auch die Blaublüter in Stockholm und Königsberg ließen sich bis ins 18. Jahrhundert regelmäßig Gubener Wein schicken. Zu dieser Zeit konnte die Mark Brandenburg bereits auf eine 500-jährige Weinbautradition zurückblicken - auf Hunderten Hektar wuchsen Reben. Das änderte sich erst mit der kleinen Eiszeit zwischen 1750 und 1850 und vor allem mit dem Ausbau des Eisenbahnnetzes, das es ermöglichte, schnell und preiswert Weine aus südlicheren Ländern einzuführen. Spätestens nach der »Invasion« der Reblaus im 19. Jahrhundert verschwanden auch die letzten Weinberge aus der Mark, im 20. Jahrhundert erinner...


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