Werbung

Sieben Tage Legitimität

Lesbischer Film in Kenia

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Ein Gericht in Kenia hat das Verbot eines Films, der eine lesbische Liebesgeschichte erzählt, vorläufig aufgehoben. Das Gericht in Nairobi habe entschieden, dass der Film »Rafiki« sieben Tage lang gezeigt werden dürfe, sagte Sofia Leteipan, die Anwältin der kenianischen Regisseurin Wanuri Kahiu: »Das ist ein Sieg für uns«, erklärte sie.

Der Spielfilm »Rafiki«, der beim Filmfestival in Cannes im Mai Premiere feierte, wurde im April in Kenia gebannt, versuche er doch, »Homosexualität zu legitimieren und normalisieren«, wie der Filmbehördenleiter Ezekial Mutua sagte: »Wir können keinen Film erlauben, der den Anschein erweckt, dass Homosexualität in Kenia akzeptabel ist.« In Kenia ist Homosexualität wie in vielen Ländern Afrikas illegal.

Nach dem Gerichtsbeschluss twitterte die Regisseurin Kahiu: »Große Freude! Unsere Verfassung ist stark! Dank sei der Meinungsfreiheit!!!!!« Ein Grund für ihre Klage war der, dass ein Film bei nur dann zum »Oscar« vorgeschlagen werden kann, wenn er mindestens sieben Tage in einem Kino seines Herkunftslandes lief, erklärte Leteipan. Man hoffe im kommenden Jahr auf eine Nominierung in der Kategorie »bester fremdsprachiger Film«. Daneben wollen die Macher des Films aber durchaus auch eine komplette Aufhebung des Verbots in Kenia erzielen. Im November sei der nächste Gerichtstermin.

»Rafiki« - Swahili für »Freund« - ist laut Kahiu der erste kenianische Spielfilm, der bei in Cannes in der renommierten Nebenreihe »Un Certain Regard« lief. Er handelt von zwei Freundinnen in Nairobi, die sich ineinander verlieben und dann vor einer Entscheidung zwischen ihrem Glück und ihrer Sicherheit stehen. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!