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750.000 Menschen fordern: #Hambibleibt

Petition an NRW-Landesregierung und Bundesumweltministerin Schulze fordert Erhalt des Waldes

  • Lesedauer: 2 Min.

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Kerpen. Rund 750.000 Menschen haben inzwischen eine Online-Petition für den Erhalt des Hambacher Forstes unterschrieben. Allein in den vergangenen 14 Tagen seien etwa 300.000 Unterstützer hinzugekommen, wie eine Sprecherin der Organisation Campact am späten Dienstagabend mitteilte. Neben Campact gehören auch die Naturschutzverbände BUND und Greenpeace zu den Initiatoren.

Umweltschützer protestieren seit Jahren dagegen, dass der Energiekonzern RWE weite Teile des uralten Waldes roden will, um Braunkohle zu baggern. RWE behauptet die Rodung sei unerlässlich, um die Stromproduktion in den Braunkohlekraftwerken zu sichern. Die Aktivisten fordern einen Aufschub, bis die Kohlekommission einen langfristigen Plan für den Kohleausstieg in Deutschland vorlegt. Einer repräsentativen Umfrage zufolge wollen das auch 75 Prozent der Deutschen. Sie sprechen sich außerdem mehrheitlich für einen Kohleausstieg bis 2030 aus - in der Kohlekommission der Bundesregierung wurde zuletzt ein späterer Ausstiegstermin vorgeschlagen.

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In der vergangenen Woche hatten die Umweltschützer bereits mehr als eine halbe Million Unterschriften an die Landesregierung übergeben. Die Petition richtet sich unter anderem an Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD). Für den 6. Oktober haben Campact, BUND und Greenpeace außerdem zu einer Demonstration am Hambacher Forst aufgerufen.

Bislang wurden laut Polizei 53 von Aktivisten errichtete Baumhäuser abgerissen. Seit Beginn der Einsatzmaßnahmen vor knapp zwei Wochen wurden laut Polizei 113 Menschen vorläufig festgenommen. Außerdem habe es 222 Gewahrsamnahmen und knapp 670 Platzverweise gegeben. Den Angaben zufolge wurden 30 Polizisten verletzt und 43 Beamte mit Fäkalien beworfen.

Bei den Protesten war am vergangenen Mittwoch ein 27-jähriger Journalist von einer mindestens 15 Meter hohen Hängebrücke gestürzt und gestorben. Die Landesregierung hatte daraufhin die Räumung der Baumhütten im Wald vorübergehend gestoppt, seit Montag aber wieder aufgenommen. Agenturen/nd

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