Werbung

Westeuropas Weltraum-Lastesel

Die 100. Ariane-5-Rakete brachte zwei Kommunikationssatelliten in den Orbit. Der Nachfolger ist in Arbeit

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Die westeuropäische Trägerrakete »Ariane 5« hat ihren 100. Start absolviert. Beim Jubiläumsstart waren zwei kommerzielle Satelliten an Bord, die gemeinsam 9,9 Tonnen wogen, wie der Betreiber Arianespace mitteilte. An beiden ist der große Betreiber Intelsat beteiligt. Europas großer Raumfahrt-Lastesel hob in der Nacht zum Mittwoch deutscher Zeit vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana ab.

Die erste »Ariane 5« war 1996 ebenfalls in dem französischen Überseegebiet in Südamerika gestartet. Der Erstflug endete im Desaster, die Rakete kam kurz nach dem Start vom Kurs ab und explodierte. Einen weiteren kompletten Fehlschlag gab es 2002, als eine Rakete im Flug gesprengt werden musste. Seitdem hat sich die »Ariane 5« aber einen Ruf als sehr zuverlässige Rakete erworben.

Sie transportierte laut Arianespace bereits mehr als 200 Satelliten in den Orbit. Neben kommerziellen Aufträgen brachte die Trägerrakete etwa die spektakuläre Kometen-Sonde »Rosetta« für die europäische Raumfahrtagentur ESA auf den Weg. Im kommenden Monat soll sie die europäisch-japanische Merkur-Mission »BepiColombo« zum sonnennächsten Planeten bringen.

Die »Ariane 5« wird von der ArianeGroup gebaut, einem Gemeinschaftsunternehmen des Luft- und Raumfahrtkonzerns Airbus und des französischen Triebwerkherstellers Safran. Weil neue Konkurrenz wie das US-Unternehmen SpaceX den Wettbewerb verschärft, lässt die europäische Raumfahrtagentur ESA den Nachfolger »Ariane 6« entwickeln.

Die neue Rakete, deren Oberstufe in Bremen montiert wird, soll Fracht deutlich günstiger ins All bringen. Der Erstflug ist für Mitte 2020 geplant. Die »Ariane 5« wird noch einige Jahre starten, soll dann aber schrittweise abgelöst werden.

Sie ist derzeit der größte Lastenträger im Arsenal von Arianespace - die ArianeGroup-Tochter ist für Vertrieb und Betrieb der Raketen verantwortlich. Sie schickt von Kourou aus auch russische »Sojus«-Raketen für mittelschwere Fracht und die kleine europäische »Vega« ins All. Auch hier wird eine neue Version entwickelt, die »Vega C« soll bereits im kommenden Jahr zu ihrem Premierenflug starten. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!