Werbung

Nicht schon wieder Sachsen

Robert D. Meyer über eine weitere mögliche rechte Terrorgruppe

  • Von Robert D. Meyer
  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Sollte stimmen, was die Bundesanwaltschaft den Mitgliedern der mutmaßlich rechtsterroristischen Gruppierung »Revolution Chemnitz« vorwirft, dann drängt sich unweigerlich eine Frage auf: Warum schon wieder Sachsen?

Die Antwort liefert die Landesregierung selbst: Als Reaktion auf die rechtsradikale Gewalt der letzten Zeit soll es laut CDU-Innenminister eine schnelle Eingreiftruppe zur Bekämpfung politischer Gewalt beim Polizeilichen Terrorismusabwehrzentrum geben. Ginge es hier nicht auch um die Gefährdung von Menschenleben, die Maßnahme wäre als schlechter Scherz zu verstehen. Was haben die Mitarbeiter dieses im Oktober 2017 gestarteten Abwehrzentrums eigentlich bisher gemacht, wenn nicht bei der möglichen Gefahr von Anschlägen sofort entsprechende Maßnahmen einzuleiten?

Diese »Task Force« dient als PR-Maßnahme zur Beruhigung der Bevölkerung. Insbesondere die sächsische CDU will damit ausdrücken: Wir haben verstanden und nehmen die Gefahr durch rechte Terroristen ernst.

Blöd nur: Dieses Versprechen wurde der Öffentlichkeit schon nach dem Auffliegen des NSU 2011 gegeben, die spätere Enttarnung der Terrorgruppe »Oldschool Society« (2015) war eher Ergebnis der Unfähigkeit zur abgesicherten Kommunikation, die sogenannte Bürgerwehr Freital (2015) konnte sogar bomben, ehe sie aus dem Verkehr gezogen wurde. Alle Gruppen eint: Sie fühlten sich sicher genug, um in Sachsen aktiv zu werden.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen