Werbung

Erfolgreich verdrängt

Ulrike Henning über neue Resultate einer Politik zu Lasten der Hebammen

  • Von Ulrike Henning
  • Lesedauer: 1 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Offenbar kam die Kündigung zweier Hebammen der Havelland-Klinik Nauen wie aus heiterem Himmel. Das Krankenhaus schloss daraufhin die Geburtsstation, denn mit den drei verbliebenen Hebammen sei deren Betrieb nicht mehr zu sichern. Die seit Jahren deutschlandweit betriebene Zurückdrängung eines Frauenberufes trifft nun auch Familien in einer Stadt, die sich gerade als »kinderfreundlich« zertifizieren lässt.

Die Nauener fahren die Ernte dafür ein, dass die Bundespolitik jahrelang keine Veranlassung sah, in der Misere um überhöhte Versicherungsbeiträge nach einer nachhaltigen Lösung für die Geburtshelferinnen zu suchen. Immer mehr der fachkundigen Frauen wurden aus ihrem Kerngeschäft, der Begleitung des Geburtsvorgangs, herausgedrängt. Viele von ihnen sind offensichtlich nicht bereit, sich allein auf die Tätigkeit in Krankenhäusern festzulegen.

Das eigentlich erfreuliche Ereignis einer Geburt wurde mit zunehmendem Alter der Mütter immer mehr angstbesetzt, Klinikentbindungen erscheinen heute vielen alternativlos. Doch selbst dafür sind Hebammen unverzichtbar. Das haben Kritiker natürlicher Geburtsmöglichkeiten nicht überschaut. Die Nauener Klinik ist nicht die erste, die mit den Konsequenzen leben muss, und sie wird nicht die letzte sein.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!