Tschetschenischer Tischlerlehrling

Iles Kadijew möchte nicht mehr weg aus Groß Schönebeck, wo er herzliche Aufnahme fand

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Alte Fenster und Türen reparieren oder neue montieren, in der Werkstatt arbeiten oder auf einer Baustelle, das macht ihm alles Spaß. »Etwas bauen, das gibt mir Energie«, schwärmt Iles Kadijew. Der Flüchtling aus Tschetschenien hat im Praktikum auch in Berufe wie Maler, Maurer und Mechaniker hineingerochen. Aber mit Abstand am besten hat ihm das Tischlerhandwerk gefallen. Seit etwas mehr als einem Jahr absolviert er jetzt eine Ausbildung bei einer Firma in Lindenberg bei Berlin.

Dafür nimmt der 27-jährige Familienvater einiges in Kauf. Denn er wohnt mit seiner Frau Eliza und den beiden kleinen Söhnen Jusuf und Ichsan in einem Mietshaus in Groß Schönebeck. Von dort bis zur Arbeit würde er mit dem Auto 35 Minuten benötigen. Er hat aber weder ein Auto noch einen Führerschein - und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist es kompliziert. Um stets pünktlich zu sein, steht er morgens um 4.30 Uhr auf, nimmt den Bus und die S-Bahn. Mehrmal...


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