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Sozialministerin fordert Pflege-Tarif

Potsdam. Brandenburgs Sozialministerin Susanna Karawanskij (LINKE) plädiert für einen einheitlichen Tarifvertrag in der Pflegebranche. »Sehr gerne würde ich einen solchen Tarifvertrag für allgemeinverbindlich erklären«, betonte Karawanskij am Dienstag auf einer Konferenz für Seniorinnen und Senioren bei der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Die Pflegeberufe müssten dringend aufgewertet werden, sagte sie. Karawanskij forderte außerdem einen Systemwechsel in der Rentenpolitik. »Ein Sicherungsniveau vor Steuern von 48 Prozent wird nicht ausreichen, Altersarmut zu vermeiden - selbst bei zusätzlicher privater Altersvorsorge.« Dem Bund fehle der Mut, die Probleme energisch anzugehen. Eine aus Steuern finanzierte solidarische Mindestrente würde entscheidend dazu beitrage, Armut im Alter zu verhindern, sagte die Ministerin. Sie rechnet mit zunehmender Altersarmut in Brandenburg, da die Rentner hier in den seltensten Fällen eine private oder betriebliche Altersvorsorge haben und ihre Einkommen würden zu mehr als 90 Prozent von der gesetzlichen Rente abhängen. nd

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