Werbung

Prozess gegen Rechtsextreme beginnt in Bamberg

Die vier Beschuldigten sollen Sprengstoffdelikte begangen haben und der »Weiße Wölfe Terrorcrew« angehört haben

  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Bamberg. Sie sollen mit Straftaten gegen eine Asylbewerberunterkunft gedroht und Sprengstoffdelikte begangen haben: Am Mittwochmorgen beginnt vor dem Landgericht Bamberg der Prozess gegen vier Rechtsextremisten wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung. Angeklagt sind drei Männer und eine Frau im Alter zwischen 24 und 39 Jahren.

Den Angeklagten in Bamberg wirft die Staatsanwaltschaft vor, sich als Mitglieder der Sektion Bayern-Franken der verbotenen rechtsextremen Vereinigung »Weiße Wölfe Terrorcrew« radikalisiert zu haben. Die »Weiße Wölfe Terrorcrew« gilt als Kameradschaft. Das mit der Gruppe verbundene Magazin »Der Weisse Wolf« tauchte auch im NSU-Komplex auf: Es hatte einen Gruß an die Terrorzelle veröffentlicht, lange bevor diese sich 2011 enttarnte.

Laut Angaben des Anti-Nazi-Watchblogs »Belltower News« der Amadeu Antonio Stiftung hat die Bamberger Gruppe im Mai 2015 einen Übergriff auf eienen Treffpunkt der linken Szene in Würzburg begangen.

Das Ziel der Beschuldigten sei es gewesen, politisch linke Menschen und Gruppierungen sowie Ausländer zu bekämpfen. Es sind derzeit bis Ende Januar 2019 weitere 26 Verhandlungstage vorgesehen.

Der Prozess hat nach den jüngsten Ereignissen in Sachsen eine besondere Brisanz: Vergangene Woche Montag wurden in Sachsen und Bayern sieben mutmaßliche Mitglieder der rechtsterroristischen Gruppe »Revolution Chemnitz« festgenommen. Sie sollen bewaffnete Angriffe auf Ausländer, Politiker und Journalisten ins Auge gefasst haben. nd/dpa

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen