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  • Notlandung von Sojus-Rakete

Sojus-Panne: Noch unklar, ob Gerst länger im All bleibt

Kosmonauten sind unverletzt / Esa-Chef hofft die Ursachen für die Zukunft ausschließen zu können

  • Lesedauer: 2 Min.

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Journalisten fotografieren den Start der Raumkapsel Sojus MS-10 auf dem Weltraumbahnhof Baikonur. Nach dem fehlgeschlagenen Start des russischen Raumschiffes zur Internationalen Raumstation ISS sind die beiden Kosmonauten wohlauf.
Journalisten fotografieren den Start der Raumkapsel Sojus MS-10 auf dem Weltraumbahnhof Baikonur. Nach dem fehlgeschlagenen Start des russischen Raumschiffes zur Internationalen Raumstation ISS sind die beiden Kosmonauten wohlauf.

Paris. Nach der Notlandung der Sojus-Rakete am Donnerstag, die vom kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur gestartet war, sind beide Kosmonauten unverletzt. Sie waren zur Internationalen Raumstation ISS unterwegs. Ob sich dadurch die Mission von Alexander Gerst verlängert, ist noch nicht entschieden.

»Dafür ist es jetzt zu früh, es hängt ganz wesentlich davon ab, wie schnell man die Ursache findet und für die Zukunft ausschließen kann«, sagte Europas Raumfahrtchef Jan Wörner am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Gersts Mission auf dem Außenposten der Menschheit läuft bis Dezember. Falls Gerst wegen der Panne der russischen Sojus-Rakete länger im All bleiben müsse, wäre dafür alles vorhanden, sagte Wörner, der Europas Raumfahrtbehörde Esa leitet.

Gerst befindet sich seit Juni auf der ISS rund 400 Kilometer über der Erde. Als erster Deutscher führt er derzeit das Kommando auf dem fliegenden Labor. Der 42-Jährige aus Künzelsau (Baden-Württemberg) wäre nicht der erste Deutsche, der unfreiwillig länger Dienst im Kosmos leisten müsste. Bereits 1995 erwischte es etwa Thomas Reiter - er musste auf der russischen Raumstation Mir mehr als einen Monat warten, bis eine Rakete für seine Ablösung fertiggebaut war.

Esa-Chef Wörner betonte, die Sicherheitsvorkehrungen hätten offensichtlich erfolgreich gewirkt, und die beiden Raumfahrer konnten sicher landen. »Natürlich wird man nach den Ursachen suchen, bevor man wieder startet«, sagte er. »Ich hoffe, dass die erfreuliche (internationale) Kooperation nicht gestört wird.« Ein Aus für das Sojus-Modell erwartet Wörner nicht. »Davon gehe ich nicht aus.« dpa/nd

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