Werbung

Aufklärer Trump

Olaf Standke über die Beziehungen zwischen USA und Saudi-Arabien

  • Von Olaf Standke
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Das Telefon von Mohammed bin Salman muss geglüht haben. Sicherheitsberater John Bolton, Außenminister Mike Pompeo, Donald Trumps Schwiegersohn und Nahost-Berater Jared Kushner - wer in Washingtons Außenpolitik Einfluss hat, redete zuletzt auf den saudischen Kronprinzen ein. Das Schicksal des in der Türkei verschwundenen Journalisten Dschamal Chaschukdschi wird mehr und mehr zu einer Belastung in den bilateralen Beziehungen. Dabei hatte das unter Barack Obama eingetrübte Verhältnis mit Trumps Einzug ins Weiße Haus eine Renaissance erfahren.

Die erste Auslandsreise des neuen US-Präsidenten führte nach Riad, nicht nur wegen des Öls. Die Autokratie Saudi-Arabien ist wieder bevorzugter strategischer Partner, einer der größten Abnehmer von US-Kriegswaffen, man hat einen gemeinsamen Erzfeind: Iran. Zudem verordnete bin Salman dem islamisch-konservativen Land gewisse Reformen. Doch auch der neue starke Mann in Riad unterdrückt die Meinungsfreiheit weiter gnadenlos. Lange hat sich Trump im Fall Chaschukdschi zurückgehalten, doch der lebt im USA-Exil und veröffentlicht in der »Washington Post«. Wegschauen ist da schwieriger. Soll will jetzt auch Trump Aufklärung. Er sollte einfach den »Post«-Beitrag über die von bin Salman angeordnete Geheimdienstoperation gegen den Journalisten lesen.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen