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Entfeinerung hieß vor einigen Jahren der letzte heiße Scheiß in der Verwaltungsszene. Der feine Bürokratenbegriff beschreibt den Ansatz, alles, was im öffentlichen Raum kaputt oder hässlich gemacht werden kann, von vorn herein so massiv zu bauen, dass der Feld-, Wald- und Wiesenvandale normalerweise keine Chance hat, es zu zerstören. Oder eben gleich so hässlich, dass es nicht mehr steigerbar ist. Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel konnten diese Entwicklung sehr augenfällig bei immer grauenhafteren Sitzmustern erleben. Die Berliner Verkehrsbetriebe haben tatsächlich einen Bezug entwickelt, der mit keinem Edding der Welt scheußlicher gemacht werden kann. Leider hat dieser unschöne Trend auch in der politischen Sphäre um sich gegriffen. Die literarischen Werke Thilo Sarrazins kann man mit Fug und Recht als Wegbereiter dafür auffassen. Der Tiefpunkt ist leider immer noch nicht erreicht. Ob das Ergebnis der Bayern-Wahl helfen wird, bleibt abzuwarten. nic

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