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Kugeln, Bomben, Widerstand!

Hunderte Revolutionsgemälde zeugen vom Kampf des sardischen Dorfes Orgosolo.

  • Von Stephan Brünjes
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Von Kugeln durchlöchert sind viele Ortsschilder auf Sardinien. Der Wegweiser nach Orgosolo ist indes regelrecht zersiebt: Das O in der Mitte - ein einziges Loch, darunter und darüber klaffen tiefe Scharten.

Hier in den Supramonte-Bergen nahe der Ostküste Sardiniens endeten schon viele Leben zu früh: Am 29. Dezember 2007 wird Volksdichter Peppino Marotto hinterrücks an Orgosolos Zeitungskiosk erschossen. Eine Woche später: Die Mattana-Brüder, die verdächtigt werden, den 82-jährigen Dichter getötet zu haben, sterben in einem Hinterhalt. 1998 wird Orgosolos Priester erschossen. Zeitweise schickt die Regierung Spezialeinheiten, um das »Banditendorf« zu bändigen.

Also das Auto lieber oben am Ortseingang parken! Und vorsichtig die engen Gassen runter! Doch der Ort ist ruhig: Nur ein Vespafahrer knattert zur alten zweisäuligen Dorf-Tanke, Großmütterchen mit Zuckerwatte-Dutts humpeln in Richtung Mini-Supermarkt. Die Häuser sind karge...


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