Elektronenmikroskopisches Bild eines Ebola-Proteins Abb.: Y. Sugita

Ebola-Molekül im Detail

Erstmals gelang es Wissenschaftlern, mit Hilfe des Kryoelektronenmikroskops des Okinawa Institute of Science and Technology (OIST) die Struktur eines wichtigen Bausteins des Ebolavirus in atomarer Genauigkeit abzubilden. Kryoelektronenmikroskope erlauben die Untersuchung biologischer Proben, indem sie zuvor bei Temperaturen unterhalb von -150 °C eingefroren werden. Das untersuchte Nukleoprotein (blau im linken Bild) ist der häufigste Baustein der Hülle, mit dem das Virus sein Erbgut verpackt, des sogenannten Nukleokapsids. Die Forscher um Mathias Wolf und Yukihiko Sugita vom OIST stellten ihre Ergebnisse im Fachjournal »Nature« vor (DOI: 10.1038/s41586-018-0630-0). StS