Warlordisierung und Ethnisierung

Die alten afghanischen Kriegsherren lassen ihre Kinder kandidieren und bestimmen so die Politik im Land weiterhin mit.

  • Von Emran Feroz
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Allein in der afghanischen Hauptstadt Kabul kandidieren mehr als 800 Menschen für die anstehenden Parlamentswahlen. Die allermeisten von ihnen sind Einzelkandidaten, sie gehören keiner Partei an und stehen nur für sich selbst - und sie werden wahrscheinlich so schnell vergessen sein wie ihre bunten Plakate, die zurzeit noch in allen Ecken und Winkeln der Stadt zu finden sind. Jene, die aussichtsreichere Chancen haben, sind nämlich keineswegs Einzelgänger und haben teils einflussreiche Geldgeber hinter sich.

Gute Beispiele hierfür sind Habiburrahman Hekmatyar, Baqer Mohaqqeq und Rahela Dostum, die Sprösslinge gleichnamiger Warlords, die die afghanische Politik seit Jahren dominieren. In den 90er Jahren - nach dem Fall der Sowjetunion - gehörten ihre Milizen zu jenen, die Kabul plünderten und mit Raketen beschossen. Als die NATO unter amerikanischer Führung 2001 in Afghanistan einmarschierte, gehörten ebenjene Kriegsfürsten zu den g...

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