Werbung

Flucht ins Ungewisse

Tausende Honduraner kehren ihrem Land den Rücken. Ziel: die USA via Mexiko

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Tausende Honduraner schafften am Freitag einen Etappensieg: Durchbruch nach Mexiko. Aber das Wunschziel sind die USA.
Tausende Honduraner schafften am Freitag einen Etappensieg: Durchbruch nach Mexiko. Aber das Wunschziel sind die USA.

Ciudad Hidalgo. Freud und Leid halten sich bei den honduranischen Migranten nicht die Waage. Rund 6000 haben sich vergangene Woche aus dem gewaltgeplagten Land mit seinem rechten, durch fragwürdige Wahlen an die Schalthebel der Macht gelangten Präsidenten Juan Orlando Hernández auf den Weg in die USA gemacht. Davor liegen Guatemala und Mexiko. Dutzende Frauen und Kinder aus Honduras hat Mexiko am Samstag über seine Grenze zu Guatemala ins Land gelassen. Der mexikanische Botschafter in Guatemala, Luis Manuel López, sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Flüchtlinge würden nach ihrer Registrierung durch die Einwanderungsbehörde in eine Aufnahmeeinrichtung der Stadt Tapachula gebracht. In Tapachula befindet sich das größte Abschiebegefängnis von Lateinamerika, was nichts Gutes ahnen lässt.

In der 40 Kilometer entfernten Grenzstadt Ciudad Hidalgo, ebenfalls im mexikanischen Bundesstaat Chiapas, feierten unterdessen hunderte honduranische Flüchtlinge ihre Ankunft in Mexiko. Immer wieder war der Ruf zu hören: »Ja, wir haben es geschafft«. Eine junge Frau sagte: »Wir sind in Mexiko. Weder die Grenzwächter noch die Polizei haben uns aufgehalten!«

Zahlreiche weitere Flüchtlinge saßen dagegen weiterhin an der Grenze fest. 2000 Menschen sollen sich laut Angaben Guatemalas bereit erklärt haben, wieder nach Honduras zurückzukehren. Tausende Honduraner, unter ihnen viele Frauen und Kinder, sind derzeit zu Fuß auf der Flucht vor Armut und Gewalt. Ihr Traumziel sind die USA. Am Freitag hatten bereits viele Migranten die Grenze zwischen Guatemala und Mexiko durchbrochen. Die mexikanischen Grenzbehörden erhielten nach eigenen Angaben 640 Asylgesuche. Diejenigen von Frauen und Kindern wollten sie bevorzugt behandeln. nd Seite 6

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen