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Hoffnung für liberalen katholischen Rektor

Laut Medienbericht könnte die ausstehende »Unbedenklichkeitserklärung« einer unglücklichen Verkettung von Umständen geschuldet sein

  • Lesedauer: 2 Min.

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Rom. Im Konflikt mit Rom um die Unbedenklichkeitserklärung für den gewählten Rektor der Jesuitenhochschule Sankt Georgen in Frankfurt, Ansgar Wucherpfennig, könnte sich nach Medienangaben eine Lösung abzeichnen. Die katholische Zeitschrift »Herder Korrespondenz« berichtete unter Berufung auf Quellen in der römischen Kurie, im Vatikan erwäge man einen Kompromiss. Der Vatikan ist demnach bereit, grünes Licht für Wucherpfennig zu geben, wenn der Generalobere des Jesuitenordens, Arturo Sosa, die Verantwortung für die »Rechtgläubigkeit« von Wucherpfennig übernehme.

Vom Vatikan gab es dazu am Mittwoch zunächst keine Stellungnahme. Eine Sprecherin der Deutschen Provinz der Jesuiten erklärte, man könne nichts sagen, »da das Verfahren noch offen« sei.

Der Fall hatte in Deutschland für Empörung gesorgt: Wegen liberaler Äußerungen zu Homosexualität und Frauen in der Kirche hatte der Vatikan Wucherpfennig bisher die notwendige Unbedenklichkeitserklärung (»Nihil obstat«) nicht ausgestellt. Dabei handelt es sich um eine Lehrerlaubnis. Wird sie nicht erteilt, müsste der zurzeit beurlaubte Rektor seinen Posten endgültig räumen.

Laut »Herder Korrespondenz« ist die Affäre eine unglückliche Verkettung von Umständen. Man sei in den zuständigen Vatikanbehörden der Auffassung, nichts anderes getan zu haben, als sich an das vorgeschriebene Prozedere gehalten zu haben. Verzögerungen aufgrund der Sommerferien hätten ihr Übriges getan, dass die Unbedenklichkeitserklärung für Wucherpfennig beim Semesterbeginn am 1. Oktober nicht vorlag. dpa/nd

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