Der »Typus des Salonbolschewisten«

Aus Angst vor einer liberalen Gesellschaft bespitzelte der BND-Vorläufer alle und jeden.

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Alles, was gigantische Formen annimmt, kann imponieren - auch die Dummheit.» Den Satz verdanken wir Erich Kästner, dem Mann, der sich mit Romanen wie «Emil und die Detektive», «Das doppelte Lottchen» und «Das fliegende Klassenzimmer» in die Seelen vieler Kinder und deren Eltern schrieb. Unzählige Kabarettszenen, Gedichten, Glossen und Essays verfasste er und war - weil ihn eine humanistische Grundhaltung leitete - bei den Nazis so verhasst, dass seine Werke auf Scheiterhaufen landeten.

Die Tyrannei endete, die argwöhnische Beobachtung Kästners nicht. Nun kümmerte sich der Vorläufer des Bundesnachrichtendienstes (BND) um den Schriftsteller - die Organisation Gehlen (Org), deren Personal sich aus Fachleuten der Wehrmacht-Abwehr, der SS und der Gestapo rekrutierte. Er sei der «Typ des Salonbolschewisten», schrieb die Quelle F 33 im Jahr 1947. Der Spitzel konnte kaum fassen, wie leichtgläubig die Amerikaner diesen Kästner zum Feuillet...

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