Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

»Wir wissen nicht, ob wir noch im Land arbeiten können«

Menschenrechtsaktivist Darci Frigo über die mutmaßlichen Folgen der Wahl Jair Bolsonaros für soziale Bewegungen

  • Von Thilo F. Papacek
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Jair Bolsonaro hat im Wahlkampf angekündigt, dass er die Landlosenbewegung MST wie Terroristen behandeln wird und das Land von linken Aktivisten »säubern« will. Wie bewerten Sie die Situation Ihrer Organisation und der Menschen, die sie verteidigen?

Das ist eine sehr beunruhigende Situation, die alle Mitglieder von Menschenrechtsorganisationen im Land betrifft. Es handelt sich um einen Angriff, der in der brasilianischen Demokratie noch vor zwei oder drei Jahren unvorstellbar war. Angesichts der sozialen, ökonomischen und politischen Krise, die Brasilien durchlebt, will die Bevölkerung einen Kandidaten, der verspricht, alles anders zu machen. Und so hat sich Bolsonaro immer präsentiert: Als der Kandidat, der es anders machen wird. Aber was er anbietet, ist eine schreckliche Veränderung: Er hat mehrfach erklärt, dass er die demokratischen In-stitutionen nicht respektiert. Wir in den Menschenrechtsorganisationen sind nun sehr besorg...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.