Werbung

Mit Baby-Trump für die Amtsenthebung

Sechs Meter hohe aufblasbare Puppe des Künstlers Matt Bonner tourt durch die USA

  • Von Moritz Wichmann, New York City
  • Lesedauer: 2 Min.

New York. Zuerst tauchte sie bei der Demonstration gegen den Trump-Besuch in Großbritannien auf. Nun tourt die sechs Meter hohe aufblasbare Puppe des Künstlers Matt Bonner durch die USA. Am Sonntag war sie bei einer Demonstration in Manhattan, New York City. Die Aktivisten von »We The People« fordern ein Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump.

Bei dem Protest mit Sicht auf den New Yorker Hafen sprach auch Therese Patricia Okoumou. Die afrikanischstämmige Aktivistin war am 4. Juli - dem amerikanischen Nationalfeiertag - aus Protest gegen die Politik der Trump-Regierung auf die Freiheitsstatue geklettert. Sie erklärte: »Wir sind so tief gesunken als Land, das ich auf die Freiheitsstatue klettern musste«. Sie rief die Anwesenden auf bei den Zwischenwahlen zu wählen.

»Diese Wahl ist so wichtig, wie noch nie, es geht um viel«, rief Okoumou. Sollten die Demokraten bei den Midterm-Wahlen die Mehrheit im Kongress zurückerobern, könnten sie die Politik von US-Präsident Trump blockieren, auch ein Amtsenthebungsverfahren wäre zumindest denkbar.

Mit Baby-Trump für die Amtsenthebung

»Es ist klar, das er unfit for office ist«, sagt Aktivistin Alexandra über Trump. Sie sieht eine Amtsenthebung des US-Präsidenten auch als Teil eines Kampfes für ein besseres Amerika für alle. Etwa 100 Interessierte folgten dem Aufruf der Aktivisten in Manhattan, ein halbes Dutzend Trump-Unterstützer erschienen zum Gegenprotest.

Laut einer Umfrage vom August unterstützen 49 Prozent aller US-Amerikaner ein Amtsenthebungsverfahren gehen den Präsidenten. Doch viele Abgeordnete zögern damit, ein solches einzuleiten, auch wegen schlechter Erfahrungen mit dem Instrument in der Vergangenheit. Alexandra meint: Die Demokraten werden Trump nur dann des Amtes entheben, wenn es breiten Protest dafür gibt.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln