Werbung

Flucht in das Land ihres Verderbens

Für Christian Klemm sind die USA für Armut in Mittelamerika verantwortlich

  • Von Christian Klemm
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

5200 Soldaten und 2100 Nationalgardisten sollen die Karawane mittelamerikanischer Migranten an der Grenze zu Mexiko aufhalten. Damit gibt US-Präsident Donald Trump ein Zeichen an seine Wähler: Seht her, ich tue etwas gegen diese »Invasion« in unser schönes Land. Was er verschweigt: »God’s own Country« ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass diese Menschen ihre Heimat wegen Armut und Kriminalität verlassen. Und das nicht erst, seit der rassistische Milliardär Präsident ist.

Die USA haben rechte Regierungen in Mittelamerika lange hofiert und bewaffnete Konflikte dort geschürt. Der Contra-Krieg der 1980er Jahre in Nicaragua ist das prominenteste Beispiel. Doch auch in El Salvador hat Washington die linke FMLN-Guerilla bekämpft. Dadurch wurden nicht nur tausende Tote in Kauf genommen, auch die Armut im Land wurde zementiert. Mitte der 1990er Jahre hat die US-Administration Angehörige krimineller Jugendbanden (»Maras«) nach Salvador und Honduras abgeschoben. Das hat zu einem Anstieg der Kriminalität vor Ort beigetragen. Außerdem hat der Freihandel mit den USA in Mittelamerika nicht den lauthals versprochenen Wohlstand gebracht, sondern für das Gegenteil gesorgt - und zahlreiche Menschen Richtung USA getrieben. In das Land, das ihr eigenes Verderben ist.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen