Werbung

Handyverbot, Nachsitzen oder Schulverweis: Was ist erlaubt?

Was Schüler und Eltern wissen sollten

  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Handys und Schüler: Generelle Handyverbote gibt es in keinem Bundesland.
Handys und Schüler: Generelle Handyverbote gibt es in keinem Bundesland.

Das neue Schuljahr ist inzwischen in vollem Gange. Aber nirgendwo ist der Schulalltag unproblematisch. Schon gar nicht, wenn der Lehrer manchmal hart durchgreifen muss. Doch sind Handyverbote, Nachsitzen und Schulverweise erlaubt? Welche Strafen müssen Schüler und Eltern nicht hinnehmen?

Strafen, die Lehrer verhängen, müssen immer verhältnismäßig sein. Sie dürfen Schüler vom Unterricht ausschließen, und das sogar für mehrere Tage. »Das ist aber nur möglich, wenn das Kind oder der Jugendliche sich ein schweres oder wiederholtes Fehlverhalten hat zuschulden kommen lassen«, sagt dazu Rechtsanwalt Swen Walentowski, Sprecher von anwaltauskunft.de. Als schweres Fehlverhalten gelte es zum Beispiel, wenn ein Kind seine Mitschüler wiederholt schlägt.

Lehrer dürfen ein Kind auch nachsitzen lassen. Allerdings sollten sie den Schüler nicht länger als zwei Stunden nachsitzen lassen oder in eine andere Klasse schicken. Auch eine Ordnungsmaßnahme wie einen Schulverweis können Schulen und Lehrer gegen einen störenden Schüler verhängen. »Doch wie das Nachsitzen oder der Ausschluss vom Unterricht muss der Schulverweis des Kindes gerechtfertigt und seinem Vergehen angemessen sein«, sagt so Swen Walentowski.

Auf die Umstände kommt es auch bei der Frage an, ob Lehrer ihren Schülern verbieten dürfen, in der Pause das Schulgelände zu verlassen. »Gerechtfertigt kann das sein, wenn die Schule zum Beispiel an einer stark befahrenen Straßen liegt«, erklärt Walentowski. In dem Fall würde das Verbot dem Schutz der Kinder und Jugendlichen vor einem Autounfall dienen.

Immer wieder wird auch diskutiert, ob Lehrer ihren Schülern ihre Handys wegnehmen dürfen. Ein generelles Verbot von Smartphones in der Schule ist in keinem Bundesland vorgesehen. Smartphones im Unterricht zu benutzen, ist dagegen in den meisten Fällen strikt verboten. DAA/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen