Teile des »Alice«-Detektors am CERN

Experiment zum Urknall

Am weltgrößten Teilchenbeschleuniger in Genf hat die heiße Phase für das sogenannte »Alice«-Experiment begonnen. Seit Mittwoch läuft die Forschungsmaschine mit Blei-Ionen statt Protonen. Physiker schicken sie auf Kollisionskurs, um Erkenntnisse über die ersten Momente nach dem Urknall vor fast 14 Milliarden Jahren zu gewinnen. Bei »Alice« (»A Large Ion Collider Experiment«) soll das damals vorhandene Quark-Gluon-Plasma kreiert werden, aus dem Materiebausteine wie Protonen, Neutronen oder Atomkerne hervorgingen. Dafür sind Temperaturen nötig, die dem bis zu 200 000-Fachen der Kerntemperatur der Sonne entsprechen, wie Physiker Robert Münzer erklärte. dpa/nd