Doppelt benachteiligt bei der Mobilität

Geringverdiener zahlen prozentual mehr für Verkehr und leiden besonders unter der Autolawine

  • Von Nicolas Šustr
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

»Mobilität für alle!«, ist die Kurzstudie überschrieben, die der Zukunftsforscher Stephan Rammler sowie der Verkehrswissenschaftler Oliver Schwedes im Auftrag der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung verfasst haben. »Die unteren Schichten, die zunehmend an den Stadtrand gedrängt werden, müssen 30 Prozent des Haushaltseinkommens für Verkehr ausgeben«, sagt Schwedes am Montagabend bei der Vorstellung des 18 Seiten schlanken Papiers. Er bezieht sich dabei auf das unterste Einkommensfünftel der Bevölkerung. Das oberste Fünftel muss nur 15 Prozent für das Fortkommen aufwenden. Das sei weniger als vor einigen Jahren.

Dazu kommt noch die oft schlechtere Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Auch neue Angebote wie Ridesharing-Dienste, eine Art Sammeltaxi, bei dem Mitfahrten per Smartphone gebucht werden »fehlen dort, wo sie am meisten gebraucht werden«, beklagt Stephan Rammler. In der Diskussion kritisiert Jens Wieseke vom Berliner Fahrgastverba...

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