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Wie Deutschland Anschläge unterstützt

ARD-Themenabend über den islamistischen Terror

  • Von Katharina Dockhorn
  • Lesedauer: 2 Min.

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Christiane Paul in der Rolle der BND-Agentin Jana Wagner
Christiane Paul in der Rolle der BND-Agentin Jana Wagner

Mumbai am 26. November 2008. Zehn Terroristen aus dem Nachbarland Pakistan schießen in Hotels, am Bahnhof und in Regierungsgebäuden um sich. Mehr als 170 Menschen verlieren ihr Leben, darunter drei Deutsche. Der BND hätte ihren Tod verhindern können, so die These von Daniel Harrichs spannendem Politdrama »Saat des Terrors«. Der Regisseur legte bereits mit »Der blinde Fleck - Das Oktoberfestattentat« sowie »Meister des Todes« über die Waffenlieferungen von Heckler & Koch hervorragend recherchierte Fernsehfilme zu politischen Themen vor.

Harrichs auf den wahren Begebenheiten von 2008 basierender Spielfilm führt nach Islamabad. BND-Mitarbeiterin Jana Wagner (Christiane Paul) gibt Informationen über Drogenschmuggelwege und die Drahtzieher des lohnenden Geschäfts an ihren Ansprechpartner vom dortigen Geheimdienst weiter, der in Deutschland ausgebildet wurde. Entsetzt muss Wagner beobachten, dass die Pakistani ein Blutbad unter den mutmaßlich Verdächtigen anrichten. Ihr Vertrauen in den pakistanischen Offizier und die eigene Behörde bekommt weitere Risse. Ihre Warnung, dass der US-amerikanische Informant James Logan Davies (Crispin Glover) in Indien Anschlagsziele für die Terrorgruppe Laschkar e-Taiba ausspioniert, wird nicht ernst genommen.

Hinter dieser Figur verbirgt sich im wahren Leben David Coleman Headley. Um ihn dreht sich die Dokumentation »Spur des Terrors«, die im Anschluss an den Spielfilm gezeigt wird. Harrich verfolgt Headleys Spuren vom Angriff auf Mumbai bis zu den Anschlägen in Kopenhagen und Paris. Der einstige Drogenschmuggler wurde von der US-amerikanischen Drug Enforcement Administration angeworben und in die Terrororganisation eingeschmuggelt. Neben den Zielen in Indien spionierte er für die Terroristen 2009 die Umgebung der dänischen Zeitung »Jyllands Posten« aus, die die Mohammed-Karikaturen veröffentlicht hatte. Die Interviews, die Harrich mit Augenzeugen und Geheimdienst-Mitarbeitern geführt hat, werfen die Frage auf, welche Verantwortung westliche Geheimdienste wie der BND am Aufbau der Terrorzellen in Pakistan tragen, die die Anschläge in Europa verübten.

»Saat des Terrors«, 21. Nov., 20.15 Uhr, ARD; »Spur des Terrors« im Anschluss ab 21.45 Uhr.

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