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Keine Freibriefe

Klaus Joachim Herrmann über Krim und Kriegsgeschrei

  • Von Klaus Joachim Herrmann
  • Lesedauer: 2 Min.

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Krise in der Ukraine: Keine Freibriefe

Was auch immer zwischen Kiew und Moskau Übles geschieht, im Westen ist die Schuldfrage noch vor der Untat geklärt. Nähere Prüfung oder gar Nachdenken sind nicht gefragt. Warum eigentlich soll Russland noch Rücksicht nehmen, wenn es ohnehin längst verurteilt ist? Ein gefährlicher Freibrief!

Nicht Kriegsgeschrei und Aufrüstung, sondern Vermittlung mit Blick auf Interessen und Zusammenhänge täten im Falle des Scharmützels bei Kertsch gut. Dort verbindet die neue Brücke das russische Festland mit der Krim. Die Halbinsel ist von höchstem strategischen Wert für Russland. Wer hier unklare Manöver fährt, weiß genau, dass er provoziert. Nicht nur einmal gab es ukrainische Drohungen, das Ding gehöre in die Luft gejagt - wie zuvor die Strommasten zur Versorgung der Krim.

Was jedoch die Ukraine unternimmt, ist in den Augen des Westens wohlgetan. Für die Umsetzung von Minsk und den Frieden tut Kiew den Teufel - ungestraft. Ein gefährlicher Freibrief! Der westliche Vormarsch ins slawische Kern- und gewesene Bruderland der Russen brachte nicht den verheißenen Segen. Moskau nahm ihn als Begründung zur Rettung seiner Stützpunkte und damit gleich der ganzen Krim vor der NATO.

Der Präsident in Kiew beschwört nun den »großen Krieg«. Sein Botschafter in Deutschland fordert von Berlin wahrhaftig ein Ultimatum gegen Russland und die Entsendung der deutschen Marine ins Schwarze Meer. Als wüsste niemand mehr, wie solches bereits einmal endete.

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