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Schluss mit den Geheimnissen!

Nicolas Šustr will mehr Transparenz bei der BVG

  • Von Nicolas Šust
  • Lesedauer: 1 Min.

Wochenlang fallen auf mehreren Straßenbahnlinien die Züge aus, die den Verkehr auf einen Fünf-Minuten-Takt verdichten. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) schweigen sich aus. Kein Hinweis bei Twitter, der offizielle Fahrplan wird nicht geändert. Bei der U-Bahn fahren dauerhaft kürzere Züge oder fallen ganz aus. Die Kundenkommunikation des Landesunternehmens hält es nicht für nötig, darüber zu informieren. Beim Bus lässt es sich als Fahrgast angesichts zugestauter Straßen kaum feststellen, ob die Fahrten einfach ausfallen oder hoffnungslos verspätet sind.

Die BVG müsste dringend eine Transparenzoffensive starten. Wie bei der S-Bahn müsste es öffentlich einsehbare Statistiken geben, wie viele U-Bahnwagen überhaupt zur Verfügung standen - und wie viele Fahrten dann stattfanden. Denn auch bei den Fahrern ist die Decke permanent zu kurz. Rechnerisch seien es aber genug Fahrer, heißt es dann von Unternehmensseite. Das passt alles nicht mit den Erfahrungen der Beschäftigten und Nutzer zusammen. Mit Offenheit könnte zumindest die massiv brodelnde Gerüchteküche eingedämmt werden. Denn bis in den benötigten Größenordnungen neue Züge kommen, werden noch einige Jahre ins Land gehen.

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