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Verhaftet wegen Lenins »Testament«

Warlam Schalamow »Über die Kolyma«: Erinnerungen an vierzehn Jahre sowjetische Lagerhaft

  • Von Karlheinz Kasper
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Über das weitverzweigte Netz der Arbeitslager in der Sowjetunion haben vor allem diejenigen Schriftsteller berichtet, die selber Jahrzehnte im Gulag verbrachten. Weltbekannt wurden Alexander Solschenizyn und Warlam Schalamow. Ihre Werke erschienen in der Regel in westlichen Verlagen früher als in der UdSSR.

Solschenizyns »Der Archipel Gulag«, eine dokumentarisch-künstlerische Darstellung der Repressionen von 1918 bis 1956, die sich auf die Aussagen von 257 Opfern stützt, kam zuerst 1973 in Paris heraus. Schalamows Lagerprosa, in der seine vierzehn Jahre währenden Leiden im Kolymagebiet ihren Niederschlag fanden, entstand Mitte der fünfziger bis Anfang der siebziger Jahre. Es gelang dem Autor, einige Texte in die BRD zu schmuggeln, wo 1967 eine illegale Übersetzung unter dem Tarntitel »Artikel 58. Die Aufzeichnungen des Häftlings Schalanow« (sic!) erschien.

Schon als Jurastudent sympathisierte Warlam Schalamow (1907- 1982) mit der linke...


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