Dystopisches Dilemma

Die drohende Klimakatastrophe muss in ihrem Schrecken begriffen, kann aber nicht mit einem Angstvokabular bekämpft werden.

  • Von Tom Wohlfahrth
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.
Öltank aus der Vogelperspektive – der Fotograf und Umweltaktivist Henry Fair wirft einen ästhetischen Blick auf Orte der Zerstörung und verschiebt so unsere Perspektive auf bekannte und unbekannte Umweltphänomene. Zu sehen sind seine Aufnahmen derzeit in der Ausstellung »Artefakte« im Naturkundemuseum Berlin.

Der einzige Weg, die Zukunft vorherzusehen, ist, sie zu gestalten«, sagte einst Willy Brandt. Dieser Gestaltungsoptimismus scheint uns heute eher fremd. Wir können zwar scheinbar besser denn je die Zukunft berechnen und vorhersagen. Aber das, was wir dann sehen, lähmt offenbar die gestaltende Fantasie - bei der Klimakatastrophe wie bei der autoritär-nationalistischen Herausforderung der (liberalen) Demokratie. Oder wächst in unseren Köpfen - nach Hölderlin - »wo Gefahr ist« stets »das Rettende auch«?

Im Vorfeld der UN-Klimakonferenz in Polen machte jüngst der Dachverband der deutschen Naturschutzorganisationen bei einer Tagung eine Probe aufs Exempel: Das Forum Umwelt und Entwicklung versetzte sich nach 2048 - 100 Jahre nach dem Erscheinen von George Orwells pessimistischem Meisterwerk »1984« - und bat die Eingeladenen um utopische wie dystopische Szenarien.

Dabei zeigte sich, dass die pessimistischen Entwürfe oft die eloquen...

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