Anreize zur Unterhaltsvermeidung

Verpflichtendes »Wechselmodell« für Trennungskinder wirkt feministischer, als es ist

  • Von Julia Hoffmann
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Wenn sich Eltern trennen, ist das für die Kinder meist ein einschneidendes Erlebnis. Welche Form der Betreuung danach am besten für sie ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die Umstände der Trennung, das Alter des Kindes und die Wohnsituation der Eltern beeinflussen, wie wohl oder unwohl sich die Kinder mit der neuen Situation fühlen.

Bisher wählten die meisten Getrennten das Modell, bei dem das Kind bei einem Elternteil, meist bei der Mutter, lebt und den anderen Elternteil regelmäßig sieht. Heute wird das Doppelresidenz- oder auch Wechselmodell, bei dem das Kind abwechselnd bei beiden Eltern wohnt, immer häufiger praktiziert. Seltener gelebt wird das »Nestmodell«, bei dem es die Eltern sind, die den Haushalt wechseln, während die Kinder an einem Ort bleiben. Können sich die Erziehungsberechtigten nicht einigen, entscheiden die Gerichte über den Umgang.

Im März dieses Jahres hatte die FDP-Bundestagsfraktion einen Antrag...


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