Gefangene eines politischen Spiels

Ein Besuch in der ostukrainischen Hafenstadt Mariupol

  • Von Denis Trubetskoy, Mariupol
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.

Andrij sitzt in einem kleinen Café im Zentrum der eher grauen Werksstadt Mariupol. Gefühlt alle zehn Minuten greift der 43-Jährige zu seinen Zigaretten. Seit zehn Jahren arbeitet er für den Hafen. Das Gehalt sei zwar nie besonders hoch gewesen, doch irgendwie reichte es immer, um seine Frau und den elfjährigen Sohn zu ernähren. »Diesen Stress gibt es nicht erst seit dem Vorfall vor der Straße in Kertsch«, sagt Andrij und meint damit die jüngste Eskalation zwischen der Ukraine und Russland im Asowschen Meer, als Russland drei ukrainische Militärschiffe aufbrachte und 24 Marinesoldaten festnahm, weil diese - aus Moskauer Sicht - illegal in die russischen Hoheitsgewässer drängten. Kiew verwies seinerseits auf das russisch-ukrainische Abkommen über die gemeinsame Nutzung des Asowschen Meeres aus dem Jahr 2003.

Mariupol ist die drittgrößte Stadt der seit 2014 umkämpften ostukrainischen Donbass-Region. Anders als Donezk und Luhansk wird...

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