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Putins Stöckchen

René Heilig hält den jüngsten russischen Raketentest für politischen Overkill

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: 1 Min.

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Russland hat einen neuen Raketentyp getestet, der Hyperschallgeschwindigkeit erreicht. Erfolgreich, versteht sich, denn der Präsident selbst hat den Startknopf gedrückt, um sodann zu erklären: Russlands Sicherheit sei damit auf Jahre gewährleistet, weil diese »neue Art einer strategischen Waffe« von keinem System abgefangen werden kann.

Stimmt. Doch bemerkenswert ist etwas anderes. Putin hat wieder einmal ein Stöckchen hingehalten und im Westen wird fleißig und mit Riesenempörung gesprungen. Dabei war der Test alles andere als eine Überraschung. Schon im März hatte Putin global-öffentlich von dieser Rakete (und vergleichbaren Typen) gesprochen: »Wie ein Meteorit« stürze sich »Avangard« auf sein Ziel, hatte der Kremlchef das mögliche Inferno ausgemalt und betont, die Serienproduktion laufe bereits. Das Verheerende daran: Hyperschall-Waffen gelten als Schlüsseltechnologie für aktuelles Wettrüsten und eine Seite - diesmal Russland - glaubt wieder an den Wahnsinn einer strategischen Überlegenheit. Und das in einer Zeit, in der die USA ihrerseits Überlegenheit spüren und den INF-Vertrag kündigen. Was unweigerlich auch die notwendige Verlängerung des START-1-Abkommens unmöglich macht. Damit wäre die Welt erstmals wieder ohne Vertrag zur Begrenzung des militärischen Wahnsinns. Ob das die Menschheit weiterbringt? Gewiss - an den Abgrund.

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