»Wieder bei Marx«

Zum Jahreswechsel 1918 auf 1919 gründete sich die KPD - mit Geburtsfehlern.

  • Von Ronald Friedmann
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Die Revolution machte es möglich: Am 29. Dezember 1918 kam der Spartakusbund im prunkvollen Festsaal des Preußischen Abgeordnetenhauses zu Berlin zu einer nichtöffentlichen Reichskonferenz zusammen, um eine Entscheidung von historischer Tragweite treffen - die organisatorische Trennung von der USPD, der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, und die Gründung einer eigenen Partei. Es gab nur drei Gegenstimmen, unter anderem von Leo Jogiches, der nach der Verhaftung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht im Krieg die Leitung der Spartakusgruppe übernommen hatte. Die drei waren nicht grundsätzlich gegen eine neue Partei, sie hielten nur den Zeitpunkt für falsch.

Dass die Entscheidung so deutlich ausfiel, war keineswegs selbstverständlich. Denn nicht erst während des Revolutionsherbstes 1918 war es die Position des Spartakusbundes gewesen, innerhalb der SPD beziehungsweise USPD zu wirken. Noch auf ihrer illegalen Reich...

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