Das Holz, die Späne

Horst Drescher 90

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Glauben, was einem erzählt wird. Das kann Leben befähigen, ins Schweben zu kommen. Aber: Das kann auch Denken und Herzrhythmus beschädigen, dass es nur so seine Art hat.

Horst Drescher, der Oberlausitzer vom Jahrgang 1929, gelernter Werkzeugmacher und Arbeiter-und Bauern-Fakultätsmensch, in Leipzig Student beim legendären Hans Mayer und Lektor beim Mitteldeutschen Verlag - er glaubte nach dem Krieg, was ihn an marxistischer Ideologie traf. Und wurde in die Stille gedrängt wie in eine Strafe - weil er eines Tages nicht mehr hinnehmen wollte, was ihm eingeredet wurde, von Antifaschisten, die auch Stalinisten waren. So verkaufte er jahrelang Blumen und Kränze, am Stand seiner Frau, am Leipziger Südfriedhof. Weit draußen also.

»Regenbogenpapiermacher«. Prosa und Erinnerungen. DDR-Geschichts-Bilder. Drescher benennt das Bittere, aber mit Lauterkeit sowie Gottvertrauen ins Gute, dass es einem den Atem verschlägt. So zu schreiben ...


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